Leiden an der Hochbegabung

Leiden an der Hochbegabung?

Wenn man/frau am Leiden an der Hochbegabung etwas ändern will:

Für einen guten Umgang mit der eigenen Hochbegabung.

In den letzten Jahren wird viel über Hochbegabung geschrieben. Es gibt einige gut recherchierte Inhalte zum Thema Hochbegabung. Dennoch hat sich an den bestehenden Vorurteilen und dem damit häufig verbundenen Leid hochbegabter Menschen nicht wirklich viel geändert.

Woraus resultiert diese oft negative Wahrnehmung zum Thema Hochbegabung?

Leiden an der Hochbegabung: So sind Hochbegabte.

Hochbegabte Menschen sind extrem intelligent, verstehen Zusammenhänge sofort, hinterfragen kritisch und sind unbequem. Ihnen fällt alles zu, sie müssen sich aufgrund ihrer Hochbegabung nicht anstrengen. Sie können auf verschiedensten Gebieten hochleisten und berühmt werden. Sie haben den Erfolg und daher das Glück des Lebens automatisch für sich gebucht. Die Hochbegabung ermöglicht es, andere sofort zu durchschauen und vorzuführen. Hochbegabte können mich austricksen. Sie zeigen mir auf, wie durchschnittlich und bedeutungslos ich selbst bin.

Aufgrund dieser noch immer weit verbreiteten Vorurteile zu Hochbegabung lösen die „Betroffenen“ beim Gegenüber bis heute Unterlegenheitsgefühle, Angst und vor allem Neid aus. Vor allem, wenn das Gegenüber unsicher und nicht in sich selbst gefestigt ist. Wenn das Gegenüber selbst nicht um die eigenen Stärken weiß und unzufrieden mit dem eigenen Leben ist. Und das ist leider keine Seltenheit in einer Gesellschaft, in der auf den sogenannten „sozialen Medien“ der ständige Erfolg, Schönheit, Faltenfreiheit, Perfektion, gute Laune, Sinnerfüllung und Glück suggeriert wird.

Viele Erwachsene leiden unter ihrer Hochbegabung. Vor allem, wenn diese noch nicht oder erst spät erkannt und in frühen Jahren nicht gefördert wurde. Wenn die Lebensumstände noch nicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden konnten. Der hier verlinkte Beitrag ist ein authentischer Bericht über eine hochbegabte Frau, die genau das erlebt hat, was viele hochbegabte Erwachsene bis heute erleben.
Nun ist Hochbegabung nicht per se problembehaftet oder ein Fluch, auf den man gerne verzichten würde. Doch eine Hochbegabung, die als solche nicht erkannt und somit fehlinterpretiert oder auch nicht gefördert wird – diese hat das Potenzial, das Leben zur Hölle zu machen.

Hochbegabte leiden! Welche Lösung gibt es dafür?

Wie kann man/frau mit der eigenen Hochbegabung umgehen, wenn diese mit Leid verbunden ist?

Es gibt sicher kein Patentrezept, da extrem viele Faktoren daran beteiligt sind, wie die eigene Hochbegabung empfunden wird. Jedoch habe ich in den mittlerweile fast 20 Jahren meiner persönlichen und beruflichen Erfahrungen 3 wesentliche Aspekte herausgearbeitet, welche die Grundlagen für einen guten Umgang in Bezug auf die eigene Hochbegabung bilden:
1. Wichtig ist, dass Sie die Hochbegabung zunächst als solche erkennen. Dann ist es sinnvoll, dass Sie die damit verbundenen Eigenschaften, Potenziale und das Lebensgefühl damit in Beziehung setzen. Dies erreichen Sie am besten im Rahmen einer fundierten Hochbegabungsdiagnostik. Am Artikelende finden Sie einen kostenfreien Selbsttest für eine erste Orientierung.
2. Danach ist Ihre Aufgabe, in Ihrem Leben innen und außen aufzuräumen und Frieden zu schließen mit sich und der eigenen Biografie. Dies können Sie am besten im Rahmen eines fundierten Coachings oder auch einer Psychotherapie erreichen. Hilfreich ist auch, wenn Sie ein paar geeignete Bücher zum Thema Hochbegabung lesen.
3. Und die Erfahrung zeigt, dass der unzensierte Austausch mit anderen Hochbegabten und das damit verbundene Verständnis sowie die Akzeptanz verstärkt dazu führen, dass Sie sich und die eigene Hochbegabung noch besser und schneller annehmen. So können Sie das mit Ihrer Hochbegabung verbundene Potenzial nach und nach entwickeln und einsetzen.

Warum und woran leiden Hochbegabte?

Wenn die eigene Hochbegabung mit so viel Leid verbunden ist, dann steckt dahinter oft eine tiefe seelische Verletzung seit frühesten Kindheitstagen. Ablehnung, Demütigung, fehlendes Verständnis, zu wenig Anerkennung und zu wenig Bestärkung der eigenen Person. Hinzu kommt oft das quälende Gefühl, nicht zu genügen und aufgrund der Hochbegabung nicht in Ordnung zu sein. Daraus resultiert oft ein negatives Selbstbild und geringes Selbstvertrauen. Dazu noch Scham in Verbindung mit der Hochbegabung, Enttäuschungswut und Trauer. Hochbegabte Menschen sind häufig auch hochsensibel, so dass diese Gefühle noch intensiver erlebt werden und die Seele wie ein Flickenteppich sein kann.

Und diese Gefühle in Verbindung mit der nicht gelebten Hochbegabung müssen Sie erst einmal als solche erkennen, zulassen und verarbeiten, was ein langer Weg sein kann. Vor allem, wenn frau/man diesen alleine beschreiten möchte. Hilfreich kann daher ein erfahrenes, empathisches Gegenüber sein, das dieses Leid der Hochbegabung versteht und anerkennt. Dieses Gegenüber kann ein Freund, ein Coach oder ein Psychotherapeut (m/w/d) sein. Am besten wäre, wenn dieser selbst hochbegabt ist und daher genau versteht, worum es bei Ihnen geht. Es geht nicht darum, zu jammern und im Selbstmitleid zu versinken. Es geht darum, dass Sie das Leid anerkennen und betrauern. Dieser Prozess ist endlich und wie ein Großputz für die Seele. Das Verarbeiten und Loslassen schafft für Sie dann den nötigen Raum, Ihr eigenes Leben danach neu zu gestalten.

Auch das Verständnis realer Menschen und Austausch auf Augenhöhe kann in hohem Ausmaß dazu beitragen, dass Sie die als quälend erlebten Erfahrungen in Verbindung mit der Hochbegabung reflektieren, verarbeiten und neu bewerten können. Dieses finden Sie am besten in einem geschützten Rahmen, zusammen mit anderen hochbegabten Menschen.

Es gibt eine einmalige Option, das Leiden als Hochbegabter besser zu ertragen oder zu minimieren

Genau dazu habe ich Clever People erschaffen – die Community für Hochbegabung & Neurodiversität, die Community für besondere Menschen, die alles andere sind als mainstream.
Auf Clever People sind einerseits Hochbegabte, die erst damit anfangen, sich mit ihrer Hochbegabung auseinander zu setzen. Andererseits gibt es in der Community Hochbegabte, die sich mit ihren besonderen Fähigkeiten und auch mit ihren frühen Erfahrungen bereits intensiv auseinandergesetzt haben. Die daraus den Mut und die Stärke entwickelt haben, zu sich zu stehen, den eigenen beruflichen wie privaten Weg zu gehen und anzuerkennen, dass sie sich im Mainstream nie wirklich wohlfühlen werden.

Einige davon möchten auch gerne andere Hochbegabte dabei unterstützen, selbst diesen Weg zu gehen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Hochbegabung ist zwar nicht immer „easy going“ und verlangt einen hohen persönlichen Einsatz, doch diese Lebensqualität, die Sie dadurch erreichen können, ist diesen persönlichen Einsatz allemal wert. Für ein erfülltes, artgerechtes Leben!

Sind Sie sich unsicher, ob Sie hochbegabt sind? Dann machen Sie doch meinen Selbsttest: Bin ich hochbegabt?

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